Gesamtzahl der Seitenaufrufe

Sonntag, 9. Februar 2014

Schlafe, mein Blog, schlaf ein

Mittlerweile hat es sich wahrscheinlich rumgesprochen: wenn ich mir etwas vornehme, dann setze ich es auch um.

Die Konsequenz hieraus: dieses Blog hier schläft ein - ich bin auf Wordpress umgezogen und die Welt von kurzundknapp ist jetzt unter 



zu erreichen.

Ganz toll würde ich es natürlich finden, wenn Ihr mir auch dort folgt, solltet Ihr mich auch weiterhin lesen wollen.

Gerade eben habe ich unter dieser neuen Adresse ein Posting veröffentlicht und zwar über den 



Schaut Ihr vorbei? Ich würde mich sehr freuen. 


Dienstag, 4. Februar 2014

Ihr seid gefragt!


So, nun ist es soweit. Eigentlich hatte ich gehofft, Ende März hätte dieses Blog 100.000 Seitenaufrufe erreicht und habe dazu auf Twitter mit dem Hashtag #Projekt100K meine Hoffnung zum Ausdruck gebracht. Nun aber ist es bereits heute soweit: die 100.000er Marke ist überschritten und damit der Zeitpunkt bekommen, blogspot „Adieu“ zu sagen und mich von „WordPress“ willkommen zu heißen und mich damit blogtechnisch neu aufzustellen. 
                                   


Die Welt von kurzundknapp wird also auf WordPress umziehen und prompt stellen sich mir viele Fragen, die ich gern mit Euch teilen und Euer Feedback einholen möchte, ob Ihr es auch so seht.

Blogtitel (nicht url): da der Name „die Welt von kurzundknapp“ bekannt ist, würde ich den Titel beibehalten

Untertitel: irgendwas mit persönlichem Bezug - eigentlich könnte ich den Untertitel behalten.

Inhalt: ich möchte dieses Blog, das dann auf WordPress läuft, nur noch für Artikel persönlicher Natur nehmen. Also alles über Hamburg, Dinge, die mich persönlich bewegen. Aber: keine Produkttests oder Gewinnspielpostings mehr, Blogparaden, Blogstöckchen etc (dafür habe ich das Blog "Die neue Welt von kurzundknapp")

Folge: aus dem jetzigen Blog (diesem hier also) würde ich alle Artikel, die mit „Hamburg“ oder „privat“ bzw. „persönlich“ gekennzeichnet sind in den neuen Blog importieren, damit das neue Blog nicht bei Null anfängt und klar wird, worum es mir hier geht.

In der Konsequenz hätte ich dann also die folgenden Blogs, die themenbezogen von mir befüllt werden:

  • *arbeitstitel*.wordpress.com   (der Name schwebt mir schon vor, aber ich bin mir noch nicht hundertprozentig sicher), der dieses Blog hier ersetzt


  • Die neue Welt von kurzundknapp – mein Gemischtwarenblog, wo zukünftig Blogparaden, Blogstöckchen, Produkttests und alles, was nicht in Punkt a) fällt geschrieben wird



Helft Ihr mir, meine Gedankengänge zu entwirren? Sehr Ihr das ähnlich? Welche Tipps hättet Ihr für mich?

Oder lautet Eure Empfehlung alles so zu belassen (Stichwort Verlinkung, Alexa Ranking, Abonnements, Leser etc) ? 



Samstag, 1. Februar 2014

Hummel, Hummel ... und so

Ich weiß ja nicht wie es Euch geht, aber bei mir entstehen viele Blogbeiträge aus purem Zufall, weil ich unterwegs plötzlich irgendetwas sehe und es einfach festhalten möchte. So erging es mir heute, als ich mal wieder unterwegs war, um für meinen Brückenblog für Nachschub zu sorgen und so ließ ich mich durch die Straßen treiben.

Auf einmal stockte ich, weil ich plötzlich Straßennamen las, die ich zuvor noch nie gehört hatte und bin dann dort etwas aufmerksamer entlang gelaufen. 



Der Großer Trampgang liegt zwischen der Wexstraße und der Brüderstraße und führt an renovierten Mehrfamilienhäusern der Gründerzeit vorbei. Und kurz danach stand ich hier


Ich befand mich also mitten im Gängeviertel der Neustadt. Auf das Gängeviertel in der Neustadt werde ich gesondert nochmals eingehen, heute liegt mein Fokus auf Hans Hummel, da sich hier der Hummelbrunnen befindet.



Hier am Rademachergang war bis zu Beginn der 1930er Jahre noch das Gängeviertel und dieser Bereich wurde zwischen 1933 und 1937 abgerissen und mit neuen Wohnblöcken bebaut - mit deutlich mehr Platz und den hygienischen Ansprüchen genügend. Bereits im Jahr 1938 ließ der "Verein geborener Hamburger" ein Brunnendenkmal zu Ehren Hans Hummels aufstellen. Hummel steht dort an einer Säule hinter der sich Kinder verstecken, die ihm zurufen. Der Brunnen trägt folgende Inschrift: 
„MIT DENN BOO-VEREEN TO HAMBORG TOHOOP OEVERGEVEN VON DENN VEREEN GEB. HAMBORGER R.V. VON 1897 AN DE HANSESTADT HAMBORG SUENNDAG DEN 13. SEPT. 1938
(„Zusammen mit dem Bauverein zu Hamburg übergeben vom Verein geborener Hamburger RV von 1897 an die Hansestadt Hamburg am Sonntag, dem 13. Sept. 1938“)“
Aber nun zu Hans Hummel: sein bürgerlicher Name war Johann Wilhelm Bentz, er wurde am 21. Januar 1787 in Hamburg geboren und starb am 15. März 1854. Hans Hummel war Wasserträger in der Hamburger Neustadt und ist noch heute die bekannteste Person der alten Hamburger Originale. Auf ihn ist der Ursprung des Hamburger Grußes "Hummel, Hummel - Mors, Mors" zurückzuführen. 
Der Überlieferung nach war Bentz ein ziemlich missmutiger Zeitgenosse und wurde von den Kindern geneckt, indem sie ihn beim Spottnamen "Hummel, Hummel" riefen und er kurz und knapp mit "Mors, Mors" geantwortet hat. "Mors, Mors" ist die Kurzform des niederdeutschen Ausspruchs "Klei di an'n Mors" (also: Kratz dich am Arsch). Eine Kinderskulptur, die ihm den Hintern ausstreckt, befindet sich am Memel-Haus direkt am Rademachergang mit direktem Blick auf den Hummelbrunnen.




Ein weiteres sichtbares Zeichen dafür, dass hier ursprünglich Hafen- und Werftarbeiter im Gängeviertel wohnten ist auch diese Skulptur hier an einer Hausfassade am Rademachergang

"Hans" kann man ja noch verstehen, warum er so gerufen wurde; ist doch "Hans" eine Kurzform seines Vornamens Johann. Aber warum "Hummel"? Und woher kommt der Spottname?

Hierfür gibt es mehrere Erklärungen oder Deutungen:
  • es könnte sein, dass der Spitzname "Hummel" auf den Stadtsoldaten Daniel Christian Hummel aus der Franzosenzeit (Hamburg war von 1806 bis 1814 von Frankreich besetzt und wurde in das Französische Kaiserreich eingegliedert) zurückzuführen ist, der in der Neustadt gewohnt hat und bei den Kindern sehr beliebt war. Der Wasserträger Bentz ist nach dessen Tod in die Wohnung von Hummel gezogen und so hat er einfach dessen Spitznamen übernommen.
  • die zweite Möglichkeit ist, dass sich der Name "Hummel" von der norddeutschen Bezeichnung "Griephummer" ableitet, dem Spottnamen der Gerichtsdiener. Aus "Hummer" wurde im Laufe der Jahre sprachlich "Hummel".


Im Jahr 1848 wurde Bentz arbeitslos, da die Stadtwasserkunst in Hamburg-Rothenburgsort ihren Betrieb aufnahm. Sechs Jahre später verstarb Bentz und wurde auf Armenhauskosten auf dem Dammtorfriedhof begraben. Von seinem Status als Hamburger Original ist ihm also nichts geblieben.

Hans Hummel oder der Ausspruch "Hummel, Hummel ... Mors, Mors" ist aber so beliebt, dass ihm zu Ehren eine Skulpturenparade in Hamburg veranstaltet wurde. Über 100 Figuren des Wasserträgers Hans Hummel wurden aus glasfaserverstärktem Kunststoff hergestellt und auf dem Jungfernstieg aufgestellt. Die einzelnen Figuren wurden von Künstlern individuell bemalt und die Sklupturenparade war so beliebt, dass die Aktion deutlich länger lief als ursprünglich geplant - wenn ich mich recht erinnere, knappe zwei Jahre. Ende 2005 haben wir dann auch diese Fotos von der Hummel-Parade gemacht:





Aber ich habe ja weiter oben etwas von weiteren Hamburger Originalen geschrieben. Wer das ist oder war, kann man hier auf einer Hummelfigur gut ablesen


Na, dann bleibt mir jetzt nicht mehr viel mehr zu sagen als .... Hummel, Hummel 

Übrigens: die Kati von typisch hamburch hat neulich ein Interview mit Hans Hummel geführt. Schaut mal rein, das ist schön geschrieben (so wie das ganze Blog)